
Bei Orkel sind wir stolz darauf, Maschinen herzustellen, die die höchste Ballendichte auf dem Markt erzeugen. Sobald jedoch dieser perfekte Ballen die Kammer verlässt, hängt seine Konservierung vollständig von einer Sache ab: der Kunststoffumwicklung.
Wenn Sie zu wenig Folie oder nicht die richtige Qualität verwenden, verliert Ihr Futter an Energie. Bakterien werden das Futter verdauen, bevor Sie es an Ihr Vieh verfüttern. Wenn Sie mehr verwenden als nötig, steigen die Folienkosten.
Uns wird oft gefragt: „Welche Folie soll ich verwenden?“ oder „Wie viel?“ Selbst die beste Verdichtungstechnologie kann Futter nicht retten, wenn die Sauerstoffbarriere versagt. Um Ihnen dabei zu helfen, den Ertrag Ihrer Ballenpresseninvestition zu maximieren, haben wir einen umfassenden Leitfaden zur Auswahl der richtigen Folien für Ihre landwirtschaftlichen Betriebe zusammengestellt.
1. Die Anatomie einer guten Folie: Worauf Sie achten sollten
Silagefolie ist nicht nur Kunststoff; sie ist eine technische Barriere. Stellen Sie bei der Auswahl eines Lieferanten sicher, dass die Folie ein mehrschichtiges Polyethylen-Produkt (üblicherweise LLDPE) ist – moderne hochwertige Folien weisen oft 3 bis 7 coextrudierte Schichten auf.
Wichtige zu prüfende Spezifikationen:
• Die Standardbreite: Für die meisten modernen Rundballenpressen, einschließlich Orkel-Modelle, ist 750 mm die branchenübliche Standardbreite. 500-mm-Rollen sind für kleinere Ballen.
• Dicke (Mikrometer): Die Standarddicke beträgt 25 µ (Mikrometer). „Hochleistungsfolien“ sind jedoch jetzt in 19–23 µ erhältlich. Lassen Sie sich nicht von der geringen Dicke täuschen; diese technischen Folien bieten oft eine gleichwertige Durchstoßfestigkeit und Sauerstoffbarriere wie Standardfolien, sind aber mit längeren Rollenlängen erhältlich.
• Rollenlänge & Effizienz: Eine Standard-25-µ-Rolle ist üblicherweise 1500 m lang. Die dünneren Hochleistungsfolien können bis zu 1800 m oder mehr erreichen. Warum ist das wichtig? Längere Rollen bedeuten weniger zu transportierende Rollen und weniger Stopps zum Folienwechsel, was Ihre tägliche Ballenproduktion erheblich steigert.
2. Die große Farbdebatte: Grün, Weiß oder Schwarz?
Jahrelang wählten Landwirte die Folienfarbe basierend auf Markenpräferenz oder Ästhetik, aber Forschungsergebnisse legen nahe, dass die Farbe eine funktionale Rolle bei der Futterqualität spielt.
• Helle Farben (Weiß/Hellgrün): Diese sind im Allgemeinen die beste Wahl für die Futterkonservierung. Helle Farben reflektieren Sonnenlicht und verhindern eine Überhitzung des Ballens. Übermäßige Hitze kann zu Buttersäuregärung und Nährstoffverlust führen.
• Schwarze Folie: Obwohl in kühleren Klimazonen beliebt, absorbiert schwarze Folie Wärme. Eine von Agrarexperten zitierte Studie verglich grüne und schwarze Folien; sie stellte fest, dass in grüne Folie gewickelte Ballen keine Verderbniserscheinungen zeigten, während in schwarze Folie gewickelte Ballen erhebliche Verluste aufwiesen, insbesondere wenn weniger Lagen verwendet wurden.
• Empfehlung: Sofern Sie sich nicht in einer sehr kalten Region befinden, in der Wärmespeicherung erwünscht ist, um die Fermentation zu unterstützen, empfehlen wir hellgrüne oder weiße Folien, um Temperaturschwankungen und Verderbnisrisiko zu minimieren.
3. Die „6-Schicht“-Regel (Und wann man sie brechen sollte)
Eine wichtige Überlegung ist: „Wie viele Schichten sind ausreichend?“
Wenn Sie zu wenig verwenden, verliert Ihr Futter an Energie. Bakterien werden es verdauen, bevor Sie es an Ihre eigenen Tiere verfüttern. Wenn Sie mehr verwenden als nötig, steigen die Folienkosten.
• Der Goldstandard: In der gesamten Branche gelten 6 Lagen (2+2+2) als Minimum für zuverlässige Konservierung. Polyethylen ist nicht zu 100 % gasdicht; es erfordert mehrere überlappende Schichten, um eine anaerobe Umgebung zu schaffen. Es muss auch stark genug für Handhabung und Transport sein. Einige Studien empfehlen 8 Lagen als Standard für eine noch bessere Futterkonservierung.
• Wann mehr verwendet werden sollte: Wenn Sie planen, Ballen länger als 12 Monate zu lagern oder die Ballen häufig bewegt werden, sollten Sie dies auf 8 oder 10 Lagen erhöhen. Die zusätzlichen Kosten für Kunststoff sind weitaus geringer als die Kosten für verdorbenes Futter.
4. Breitfolie (Mantelfolie): Die Netzersatz-Revolution
Wussten Sie, dass Orkel das erste Unternehmen war, das eine Ballenpresse einführte, die Breitfolie anstelle von Netz verwenden konnte? Wir haben die Breitfolie auf Ballen vor etwa 20 Jahren erfunden. Sie ist inzwischen zum Goldstandard für die meisten Anwendungen geworden. (Breitfolie, auch Mantelfolie genannt, ist die Folie, die in der Kammer auf der gewölbten Seite des Ballens angebracht wird).
Warum Breitfolie?
• Bessere Abdichtung: Sie fungiert als zusätzliche Luftbarriere über die gewölbte Oberfläche des Ballens.
• Formerhaltung: Sie hält hochverdichtete Ballen besser in einer stabilen Form als Netz. Das ist wichtig. Wenn der Ballen nicht fest genug gewickelt ist, dehnt er sich nach dem Wickeln etwas aus. Das bedeutet auch, dass er Luft in den Ballen saugt, was für die Konservierung nicht gut ist.
• Einfaches Öffnen: Netz kann sich verheddern und am Ballen haften bleiben (besonders bei frostigen Bedingungen). Breitfolie lässt sich leichter abziehen.
• Einfaches Recycling: Da sowohl die Bindung als auch die äußere Umhüllung aus demselben Material (Polyethylen) bestehen, müssen Sie beim Öffnen des Ballens das Netz nicht vom Kunststoff trennen. Es ist eine „Einweg“-Lösung, die das Recycling vereinfacht.
5. Lagerung und Handhabung: Ruinieren Sie die Rolle nicht
Selbst die teuerste Folie versagt, wenn sie vor der Verwendung unsachgemäß behandelt wird.
• Aufrecht lagern: Folienrollen immer senkrecht auf ihren Enden lagern. Eine horizontale Lagerung kann dazu führen, dass die Rolle abflacht („eiförmig“), was zu Brüchen und ungleichmäßiger Spannung beim Wickeln führt.
• Vermeiden Sie Sonnenlicht bei Langzeitlagerung
• Chemikalienwarnung: Halten Sie Folie von Düngemitteln, Herbiziden und Mineralölen fern. Chemikalien können die Kunststoffstruktur schnell abbauen, noch bevor sie auf den Ballen aufgebracht wird.
• Die 30-Minuten-Regel: Sobald der Ballen aus der Kammer ausgeworfen wird, beginnt die Uhr zu ticken. Wickeln Sie Ihre Ballen so schnell wie möglich, um Lufteintritt zu verhindern und sicherzustellen, dass der Fermentationsprozess sofort beginnt. Das ist ein guter Grund, eine Ballenpressen-Wickler-Kombination zu verwenden, im Vergleich zu einer einzelnen Ballenpresse oder einem Fahrsilo.
6. Fehlerbehebung: Der Dehnfaktor
Stellen Sie abschließend sicher, dass Ihr Wickler korrekt kalibriert ist. Die ideale Vordehnung für Rundballensilagefolie beträgt im Allgemeinen 70 %.
• Unterdehnung: Verschwendet Folie und führt zu einer lockeren Umwicklung. Wenn der Ballen nicht fest genug gewickelt ist, dehnt er sich nach dem Wickeln etwas aus. Das bedeutet auch, dass er Luft in den Ballen saugt, was für die Konservierung nicht gut ist.
• Überdehnung (Einschnürung): Wenn zu stark gedehnt, verengt sich die Folie (schnürt sich ein), wodurch die Überlappungsbreite verringert wird. Wenn Sie darauf nicht achten und die Überlappung nicht anpassen, können dünne Stellen entstehen, an denen Sauerstoff eindringen kann.
Zusammenfassende Checkliste
1. Qualität wählen: Achten Sie auf mehrschichtige, UV-stabilisierte Folie.
2. Helle Farben wählen: Weiß oder Hellgrün, um Überhitzung zu vermeiden.
3. Lagen aufbauen: Mindestens 6 Lagen.
4. Breitfolie in Betracht ziehen: Für bessere Dichte und einfacheres Recycling.
5. Korrekt lagern: Aufrecht, kühl und fern von Chemikalien.
Ihre Orkel-Ballenpresse ist darauf ausgelegt, das perfekte hochverdichtete Paket zu erstellen. Indem Sie sie mit den richtigen Folienentscheidungen kombinieren, stellen Sie sicher, dass das Futter, das Sie entnehmen, von ebenso hoher Qualität ist wie die Ernte, die Sie einbringen.