Ob Sie Ersatzbrennstoff (RDF), Sekundärbrennstoff (SRF), gemischte Siedlungsabfälle (MSW) oder Wertstoffe wie Kunststoff und Karton handhaben – das Ziel ist dasselbe: vereinfachte, sichere Lagerung und kosteneffizienter Transport. Ein Abfallballen sollte gewickelt werden, um während des Transports Brände, Sickerwasser, Gerüche und verwehende Abfälle zu verhindern. Mit unseren Standardoptionen sind Sie auf der sicheren Seite – lesen Sie aber gerne weiter, um nützliches Wissen mitzunehmen.

Die Effizienz unserer Kombinationen aus industrieller Ballenpresse und Wickler hängt jedoch von der Qualität der Wickelfolie ab. Gute Entscheidungen sorgen für eine stabile Ballenproduktion. Damit Sie Ihre Abläufe optimal nutzen können, haben wir unseren Folienleitfaden speziell für die Recycling- und Abfallbranche angepasst.
1. Breite Folie oder Netzbindung?
Breite Folie (Mantelfolie) wird verwendet, um die Netzbindung an der gewölbten Seite des Ballens zu ersetzen.
- Die „Single-Waste“-Lösung: Beim Pressen von RDF oder SRF für Waste-to-Energy-Anlagen muss der Brennstoff konsistent sein. Breite Folie und die Außenwicklung bestehen beide aus Polyethylen (PE). Im Gegensatz zur Netzbindung, die ggf. getrennt werden muss, entsteht mit breiter Folie ein Ballen, der in nur einer Kunststoffart verpackt ist. Das vereinfacht den Verbrennungsprozess und hinterlässt nur eine Art von Abfallrückstand.
- Formstabilität bei stark expandierenden Materialien: Abfallmaterialien wie Kunststoff oder Dämmwolle sind sehr elastisch und versuchen nach der Verdichtung wieder zu expandieren. Breite Folie bedeckt die gewölbte Seite des Ballens innerhalb der Kammer, hält die hochverdichtete Form besser als Netzbindung und verhindert Lufteintritt.
- Verwenden Sie eine breite Folie, die nicht reißt, wenn scharfkantiges Material beim Pressen ein Loch in die Folie schneidet.
Netz
- Das Netz ist noch reißfester. Es kann eine gute Wahl sein, statt breiter Folie ein Netz zu verwenden, wenn die breite Folie beim Pressen reißt.
2. Die richtigen Folienspezifikationen auswählen
Bei nicht-organischen Abfällen muss die Folie nicht zwingend eine gute Sauerstoffbarriere oder einen UV-Schutz haben.
- Standardbreite: Der Industriestandard für Orkel-Compactors beträgt 750 mm. Diese Breite sorgt für optimale Abdeckung und Geschwindigkeit.
- Dicke & Durchstoßfestigkeit: Während 25µ (Mikron) Standard sind, werden „High-Performance“-Folien (19–23µ) zunehmend häufiger. Diese technischen Folien bieten eine ausgezeichnete Durchstoßfestigkeit – entscheidend beim Pressen von Materialien mit scharfen Kanten wie geschreddertem Kunststoff oder Holzspänen.
- Rollenlänge: Standard sind 1500 m pro Rolle. High-Performance-Folien sind oft in längeren Rollen erhältlich (bis zu 18000 m). In einer Recyclinganlage mit hohem Durchsatz bedeuten längere Rollen weniger Stillstände zum Folienwechsel – so läuft Ihre Linie effizient weiter.
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3. Lagen: Gerüche und Sickerwasser abdichten
Im Gegensatz zur Silage, bei der Fermentation das Ziel ist, geht es beim Pressen von Abfällen oft um das sichere Einschließen.
- Das Minimum: Wir empfehlen mindestens 6 Lagen, um eine ausreichende Sauerstoffbarriere und strukturelle Stabilität sicherzustellen. Ist eine Sauerstoffbarriere jedoch nicht wichtig, können 4 Lagen ausreichen. Beachten Sie, dass Ballen mit 4 Lagen nicht so robust sind und beim Handling und Transport eher Löcher bekommen können.
- Wann erhöhen: Wenn Sie MSW (Mixed Solid Waste) für eine langfristige Lagerung oder den Seetransport pressen oder wenn das Material besonders nass/geruchsintensiv ist, bieten 8 oder mehr Lagen zusätzliche Sicherheit gegen Leckagen und Umweltkontamination. Eine sichere Wicklung macht Abfall zu einer stabilen Ware, die überall gelagert werden kann.
4. BaleID oder Farbcodierung für die Logistik
In einer stark ausgelasteten Abfallaufbereitungsanlage ist Logistik entscheidend. Orkel BaleID-Tags oder die Folienfarbe können ein wirkungsvolles Organisationstool sein.
- Inhaltskennzeichnung: Verwenden Sie unterschiedliche Farben des Tags oder der Folie (Weiß, Grün, Schwarz), um verschiedene Abfallströme zu kennzeichnen (z. B. Grün für SRF, Weiß für Wertstoffe).
- Klare/Transparente Folie: Manche Betreiber bevorzugen transparente Folie, um den Balleninhalt sofort visuell zu prüfen und so die Qualitätskontrolle für den Endabnehmer sicherzustellen.
- Wärmemanagement: Wenn Ballen im Freien in heißen Klimazonen gelagert werden, reflektieren hellere Farben (weiß/hellgrün) das Sonnenlicht und verhindern ein Überhitzen des Abfalls – das kann Gerüche reduzieren.
5. Richtige Lagerung des Folienbestands
- Aufrecht lagern: Lagern Sie Folienrollen vertikal. Eine horizontale Lagerung kann die Rolle abflachen („Eiform“), was zu Rissen und Folienabrissen am Wickler führen kann.
- Chemische Trennung: Lassen Sie die Folie nicht mit Hydraulikölen, Kraftstoff oder aggressiven Chemikalien in Kontakt kommen. Diese Stoffe können die Kunststoffstruktur bereits vor der Verwendung angreifen.
Zusammenfassung – Checkliste für Abfallballenpressen
- Breite Folie verwenden: Erzeugt ein Monomaterial-Paket – ideal für Waste-to-Energy und Recycling.
- Durchstoßfestigkeit prüfen: Stellen Sie sicher, dass Ihre Folie abrasive Materialien wie Holz oder Kunststoff aushält.
- Lagen für sicheren Einschluss: Verwenden Sie 6+ Lagen, um Gerüche einzuschließen und Sickerwasser zu verhindern.
- BaleID-Tags oder farbige Folie nutzen: um Abfallströme zu organisieren.
- Rollen schützen: Aufrecht und fern von Industrieölen lagern.
Mit den richtigen Folienstrategien kann Ihre Orkel-Ballenpresse schwierige Abfallströme in saubere, hochverdichtete und leicht transportierbare Waren verwandeln.
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